
(Bild: Martin)
Aus aktuellem Anlass habe ich mal die Liste an preiswerten Bildearbeitungsprogrammen abgearbeitet. Der Grund, ich habe für mein privates MacBook Pro nach einem erschwinglichem Layoutprogramm für pixelgenaues Layouten und “Screendesignen” in Bitmap-Formaten gesucht. Leider ziemlich erschreckend, na ja, schlussendlich dann doch noch ein wenig Licht am Ende des Tunnels. Mein Favorit: Photoshop Elements 6 (erscheint am 04.04. auf dem Mac)
Dass es wohl keine so umfangreiche Lösung wie die CS3 gibt, war mir natürlich bereits im Vorhinein klar. An meinem beruflichen Arbeitsplatz ist es daher auch selbstverständlich, dass ich Photoshop benutze, allerdings würde ich mir im privaten Bereich ein Lizenzmodell wie bei Microsoft wünschen, eine Home-Edition für das nicht kommerzielle Arbeiten, z.B. am Blog oder an eigenen Projekten. Die einzige Möglichkeit die Adobe zu einem für diesen Zweck akzeptablen Preis anbietet ist allerdings die Educational Version. Doch woher kriege ich auf die Schnelle wieder einen Studentenausweis?
Also habe mir die Zeit genommen und folgende Grafikprogramme unter Mac Leopard getestet:
- Pixelmator
- Gimpshop
- Gimp für Mac
- Pixel
- Photoshop Elements 6 (Musste ich unter Windows testen)
Die Anforderungen
- Ähnlich intuitives Arbeiten wie in Photoshop
- Freistellungsmöglichkeiten mittels Pfad oder Lasso-Werkzeug
- Erstellung und Nutzung von Masken
- Pixelgenaues Positionieren von Auswahlen, Ebenen etc.
- Direkte Eingabe von Farben durch Hex Werte
Meine Erfahrungen
Vorab disqualifizierten sich auf unter Mac Leopard kurzfristig die Programme Gimpshop und Pixel. Möglicherweise habe ich bei der Installation irgendetwas falsch gemacht aber es sollte einfach nicht sein. Schade, das Programm Pixel lässt bei den ersten Blicken einige Parallelen zu Photoshop erkennen. Insbesondere Die Werkzeugpalette glänzte durch vielfältige Tools. Gimpshop baut auf der Plattform von Gimp auf, ist jedoch in vielen Eigenschaften an Photoshop angeglichen und sollte somit ein einfaches Arbeiten ermöglichen. Leider nicht bei mir.
Meine Anfängliche Begeisterung für Pixelmator (Schmuckes Design und tolle Einbettung ins Mac OS) wich leider der Tatsache, dass ich sowohl die Information über pixelgenaue Größen von Auswahlen, als auch ein etwas exakteres Tool zum Freistellen als das normale Lasso vermisste. Schade, hatte ich mir doch in Eigenregie gerade erst die Erstellung von Maskenebenen angeeignet. Nichts desto trotz, Pixelmator ist einen Blick wert, vorallem die angebotenen Filter.
Zu Gimp sei folgendes gesagt: Der Frustrationsgrad eines Photoshop Nutzers beim Umstieg auf Gimp ist meines Erachtens nur dadurch zu überbieten, dass man die Software auf dem Mac benutzt. Das liegt nicht etwa daran, dass notwendige Funktionen fehlen oder das Programm generell schlecht ist, es ist einfach als müsste man noch einmal von vorne anfangen…
Hurra, es geht ja doch
Mein letzter Versuch galt Photoshop Elements in der Version 6. Da Adobe neue Versionen nun immer zuerst für Windows launcht, hab ich mir die Trial Version auf meiner Windows Partition installiert. Sowohl das Erscheinungsbild als auch das Handling find ich überraschend gut. Ein paar Umwege muss man zwar bei der Erstellung von Masken auf sich nehmen aber es geht… In der Werkzeugpalette ist außer dem Pfad-Werkzeug alles, was man für ein schnelles Mock-Up benötigt zu finden. Der einzige von mir vermisste Filter, der sich nicht so einfach ersetzen lässt ist “Unscharf maskieren” oder scharfzeichnen. Das ist für den anvisierten Preis von 89€ jedoch durchaus in Kauf zu nehmen. Ich habe meine Wahl getroffen!
Manchmal könnte das Leben auch etwas einfacher sein. Diesen Eindruck könnte geneigter Nutzer von ITunes gewinnen, wenn er seine Bibliothek vom PC auf einen Mac transferieren möchte und dabei auch noch die zusätzlichen, lange gesammelten Informationen wie Playlists etc. auf die neue Plattform übernehmen möchte. Um den Umzug etwas zu erleichtern hier eine möglichst kurz gehaltene Anleitung: