Zwei Gründe bringen mich heute dazu einmal etwas medienübergreifendes zu schreiben. Nämlich über den Sonntagabend Klassiker Tatort. Erster Grund: Die heutige Erstausstrahlung mit dem Titel “Krumme Hunde” wurde zum Teil in unserem Haus gedreht. Hier befindet sich nämlich die Wohnung des Kommisars Thiel.
Zweiter Grund sind meine Glückwünsche zum anstehenden Jubiläum. So läuft nämlich am nächsten Sonntag die 700ste Sendung durch die deutschen Wohnzimmer. Auch wenn das ganze jetzt in eine kleine Lobhudelei auf dieses Format ausartet muss ich das kurz loswerden. Die deutsche Fernsehlandschaft wäre für mich ohne Tatort nur halb so interessant. Für mich der größte Grund für die Rundfunkgebühren.
So werde ich jeden Sonntag zur Primetime aufs neue mit kantigen, manchmal mehr, manchmal weniger sympathischen Protagonisten konfrontiert. Wie von einem guten Krimi erwartet werden natürlich, zugegebenermaßen manchmal etwas gezwungen, aktuelle und politische Ereignisse verarbeitet.
Das schöne ist, dass in letzter Zeit immer häufiger von allzu vorhersehbaren Mustern abgesehen wurde. War es früher zum Beispiel noch undenkbar, dass zum Ende einer Episode noch Blut floss passierte es in jüngeren Formaten immer wieder, dass es sogar knapp vor Ende noch eine Leiche bei den Hauptrollen gab.
Meine liebsten Ermittler Teams stammen übrigens wirklich aus den Städten: Münster, Kiel, Köln und ein bisschen vielleicht noch Hannover.
Wer interessiert an Tatort Historie ist, sollte sich im Zeitschriftenladen mal eben die aktuelle Hörzu mit Details zum Tatort kaufen. Hier gibt es einen Abriss über alle bisherigen Kommissars-Konstellationen. Und es kommt noch besser, hier findet man auch die bisher unveröffentlichen Folgen. Seit dem ich es gelesen habe, beschäftigt mich hauptsächlich die Frage, wann ich endlich die Produktionen mit Christoph Daum, Hennes und Schmidt & Pocher sehen kann.
Hoffentlich bald…